Bis zu 15% Energie sparen durch einen hydraulischen Abgleich

Wasser sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes, dass bedeudet, das Wasser sich den Strömungsweg sucht, der mit dem kleinsten (Energie-) Aufwand überwindbar ist. Dies relativiert sich aber immer dann, wenn das Fluid mehrere parallele Strömungswege zur Verfügung hat. Soll die Aufteilung der parallelen Strömungswege nicht willkürlich (bzw. natürlich) erfolgen, müssen wir aktive Korrekturen vornehmen – den hydraulischen Abgleich!

Fehlt der hydraulische Abgleich, so werden Heizkörper, die nahe zur Wärmequelle stehen, besser versorgt, weiter entfernte Heizkörper beispielsweise in oberen Stockwerken werden nicht warm. Das Regelverhalten in den entfernten Räumen ist schlecht.Beim hydraulischen Abgleich wird die Heizungsanlage so eingestellt, dass das System aus Rohren, Pumpen und Ventilen dem zirkulierenden Wasser den korrekten, aber dabei möglichst geringsten Widerstand entgegensetzt und so eine optimale und gleichmäßige Wärmeverteilung im gesamten Gebäude erreicht wird. Dadurch können Hauseigentümer einfach und zuverlässig viel Energie einsparen – und damit wiederum Geld. Das einzige, was dafür nötig ist: Voreinstellbare Thermostatventile – und ein Innungsfachbetrieb, der den hydraulischen Abgleich vornimmt. Gleichzeitig werden die zentrale Regelung und die Pumpe optimal eingestellt. Alte Pumpen sollten gegen Hocheffizienzpumpen ausgetauscht werden.

Die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs ist für KfW-Effizienzhäuser mit hydraulisch betriebener wassergeführter Heizungsanlage stets erforderlich. Der hydraulische Abgleich ist immer erforderlich, wenn die Heizungsanlage ausgetauscht wird sowie bei einem Ersatz oder erstmaligem Einbau von Umwälzpumpen des Heizkreislaufs oder wenn Dämmmaßnahmen durchgeführt werden, welche den Heizwärmebedarf Q H oder alternativ die Heizlast des sanierten Gebäudes um mehr als 25 % reduzieren.

Eine Feststellung zum Maß der Heizlastverringerung kann durch Berechnung oder durch Abschätzung erfolgen. Es sollte jedoch nachgewiesen werden können, dass die technischen Mindestanforderungen erfüllt werden. Erfolgt die Feststellung auf Grundlage einer Heizlastberechnung, kann diese auf das Gebäude bezogen durchgeführt werden.

Weitere Einzelheiten zum hydraulischen Abgleich enthält die Fachinformation "Heizungsoptimierung mit System - Energieeinsparung und Komfort" der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e. V. (VdZ) sowie die Broschüre "Hydraulischer Abgleich für Heizungssysteme".

Zur Bestätigung des hydraulischen Abgleichs für die KfW-Förderung ist das Bestätigungsformular des VdZ zu verwenden. Das Verfahren muss der Leistungsbeschreibung des VdZ-Formulars entsprechen.

Für Fragen zu diesem Thema steht Ihnen Herr Sommer in unserem Haus zur Verfügung.